Sophien­ter­ras­sen

Architektur | bei MRLV Architekten

  • Art: Hoch­bau
  • Wohn­flä­che: 210m² bis 240m²
  • Bau­herr: –
  • Bau­ort: Har­ve­ste­hu­der Weg / Mittelweg

„Archi­tek­tur
Das Archi­tek­tur­büro MRLV Archi­tek­ten – Mar­ko­vic Ronai Voss aus Ham­burg ent­warf die Als­ter­vil­len 1 und 2, die Stadt­haus­grup­pen 2 und 3 sowie die Park­villa 1 in einer moder­nen Inter­pre­ta­tion des Ham­bur­ger Klas­si­zis­mus. So sind die Als­ter­vil­len 1 und 2 in hel­lem, fast wei­ßen Natur­stein gehal­ten, die Fas­sa­den­glie­de­rung erfolgt jedoch mit­tels Fugen anstatt Gesim­sen. Die soge­nann­ten Fran­zö­si­schen Fens­ter sind aus dunk­lem Holz (Eiche) und die Gelän­der aus Stahl mit einem flo­ra­len Mus­ter. Die Trep­pen­häu­ser sind ele­gant, mit geschwun­ge­nen Natur­stein­brüs­tun­gen und –böden. Die Woh­nungs­ein­gänge und –türen sind in auf­wen­di­gem Nussbaummaser-Furnier gefer­tigt. Die Grund­risse ver­fü­gen immer über eine zen­trale Halle, wel­che alle Wohn­be­reich erschließt. Das Pent­house und die Erd­ge­schoss­woh­nun­gen mit beson­ders hohen Wohn­räu­men und ihren Gar­ten­ter­ras­sen sind mit ihren beson­de­ren Merk­ma­len noch groß­zü­gi­ger als die übri­gen aus­ge­legt.
Hel­ler Natur­stein fin­det bei den Fens­ter­um­ran­dun­gen, Ter­ras­sen­brüs­tun­gen und den Haus­ein­gang Ver­wen­dung. Das Trep­pen­haus, die Woh­nungs­ein­gänge und die Woh­nungs­grund­risse fol­gen dem Prin­zip, sie sind jedoch klei­ner. Auch in der Park­villa sind das Pent­house und die Erd­ge­schoss­woh­nung mit beson­de­ren Merk­ma­len ver­se­hen – z. B. beson­ders groß­zü­gige Raum­höhe im Bereich der Gale­rie.
Für die Stadt­häu­ser ist typisch, dass jedes Haus sein eige­nes Gesicht inner­halb der Gruppe auf­weist – es han­delt sich also nicht um einen Typus, wel­cher sich wie­der­holt. Die Stadt­häu­ser sind in wei­ßem oder fast wei­ßem Putz gehal­ten und die Fas­sa­den durch Ver­tie­fun­gen indi­vi­du­ell geglie­dert – sie staf­feln sich zudem von Geschoß zu Geschoß zurück, so dass eine schlanke Sil­hou­ette ent­steht. Die Haus­ein­gänge sind als Ein­gangs­log­gien in Natur­stein gestal­tet.
In den Stadt­häu­sern, wel­che als Ein­fa­mi­li­en­haus kon­zi­piert sind und auch in jenen, wel­che über zwei, über­ein­an­der ange­ord­nete Mai­so­net­ten ver­fü­gen, wur­den leichte, geschwun­gene Trep­pen geplant. Jede Ebene wird selbst­ver­ständ­lich auch mit einem Auf­zug erreicht.

Städ­te­bau
Auf einem leich­ten Hang mit meh­re­ren alten Bäu­men zwi­schen den Stra­ßen Mit­tel­weg und Har­ve­ste­hu­der Weg wurde das ele­gante Pro­jekt ent­lang von neuen Wegen und Plät­zen kon­zi­piert. Diese bin­den auch an die alte Straße „Sophien­ter­rasse“ an, wie auch zwei Alt­bau­ten – die denk­mal­ge­schützte ehe­ma­lige Kom­man­dan­tur und die kleine Villa „Sophie“ – in das Ensem­ble ein.
Der grüne, stei­nerne Platz im Wes­ten — umran­det von der Villa „Sophie“ und drei Büro­häu­sern – erstreckt sich bis zu dem Platz der Har­mo­nie mit dem Brun­nen – umran­det von Stadt­häu­sern. In der Mitte ist das lange Square ange­ord­net und gesäumt von Stadt­häu­sern und Park­vil­len. Das lange Square ist wie­derum fuß­läu­fig ver­bun­den mit dem Platz unter den Bäu­men, um wel­chen herum sich die Stadt­häu­ser und die Häu­ser des Har­ve­ste­hu­der Wegs grup­pie­ren. In freier Anord­nung im grü­nen Hang zum Har­ve­ste­hu­der Weg befin­den sich noch zwei wei­tere Vil­len, wel­che zugleich den direk­tes­ten Bezug zur Als­ter­wiese und Als­ter haben.
Die tra­gende städ­te­bau­li­che Idee ist die Folge von Plät­zen umran­det mit Häu­sern. Auf diese Weise erhal­ten alle Häu­ser einen Bezug zum „eige­nen“ Platz, aber auch zu dem nächs­ten. Auf­grund des geneig­ten Gelän­des – es sind 17m Höhen­un­ter­schied zwi­schen dem Mit­tel­weg und dem Har­ve­ste­hu­der Weg – und ihrer Posi­tio­nie­rung ver­fü­gen alle Häu­ser über einen Bezug zur Als­ter und span­nende Blickbezüge.“

zitiert nach “Mir­jana Markovic“